Wolfersgrüner Runde

Start: Ortsmitte Wolfersgrün bei Wallenfels (574 m ü. NN)
Strecke: Wolfersgrün – Wellesberg – Lamitztal – Wolfersgrün
Länge: 9 km (Rundwanderweg)
Markierung: W - Querstreifen grün auf weißem Grund
Dauer: 2,5 Stunden
Schwierigkeit: leicht - mit schönen Ausblicken, gut für Kinder geeignet
Differenz: 456 Höhenmeter

Beschreibung

Bei Wolfersgrün handelt es sich um eine der jüngsten Rodungssiedlungen des 11. bis 13. Jahrhunderts (eine so genannte "Höhensiedlung"). Im Bamberger Bischofsurbar von 1323/27 ist Wolfersgrün als zum Burggut Waldenfels gehörend aufgeführt. Und in einem Nachtrag zum Verzeichnis des Bischofs von 1348 heißt es, dass mehrere wüste (= unbewohnte) Dörfer, darunter auch Wolfersgrün, wieder eingerichtet sind.

Wir beginnen unsere aussichtsreiche Rundtour in der Ortsmitte bei der alten Schule und der 1948 errichteten katholischen Filialkirche St. Georg. In südwestlicher Richtung folgen wir der Dorfstraße vorbei am Forsthausund verlassen nun den Ort. Auf dem gerodeten Bergrücken, mit 588 m ü. NN dem höchsten Punkt der Wanderung, führt der gut ausgebaute Fahrweg entlang von Feldern und Wiesen in Richtung Wellesberg. Mehrere Steinmartern säumen den Weg. Nach einem kurzen Waldstück wird der Blick auf die kleine Siedlung und hinüber bis nach Presseck freigegeben. In Wellesberg (E - 2,4 km) halten wir uns scharf links und folgen einem schmalen Feldweg in nordöstliche Richtung. Es bietet sich nun dem Wanderer eine fantastische Aussicht in das tief eingeschnittene und mehrere Kilometer lange Lamitztal.

Ein kurzes Stück begleitet uns hier der Naturlehrpfad Lamitztal. Auf diesem etwa 5 km langen und empfehlenswerten Rundwanderweg werden mittels Schautafeln interessante Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Frankenwaldes gewährt. Startpunkt für die etwa 2-stündige Tour ist am Wanderparkplatz Schnappenhammer.

Am Talhang zum Lamitztal trennen sich die Pfade wieder und leicht abfallend bringt uns der breiter werdende Weg bis zur Verbindungsstraße (E - 4,1 km) nach Wallenfels. 200 Meter gehen wir mit gebotener Vorsicht am Straßenrand talwärts und biegen links ins hintere Lamitztal ein. Mit 436 m ü.NN sind wir am tiefsten Punkt der Wanderung angelangt. Die Ruhe und Abgeschiedenheit aber auch die Artenvielfalt machen den Reiz dieses Tales aus. Das naturbelassene Wiesental ist typisch für die Region Frankenwald. Mit etwas Glück können wir sogar die sehr seltenen Schwarzstörche beobachten. Am Fuße des Scheibenberges zieht sich der Wanderweg im Tal entlang, verlässt das Lamitztal aber nach etwa 800 Metern nach links. Tipp: ein kurzer Abstecher zum 400 Meter im Talgrund entfernt gelegenen idyllischen Floßteich lohnt sich.

Gleichmäßig ansteigend windet sich der Forstweg nun am Hang des Scheibenberges empor. Ausgedehnte Buchen- und Fichtenwälder lassen in diesem Bereich nur wenig Licht auf den Wanderweg fallen. Doch mit Austritt aus dem Wald kann der Wanderer wieder seinen Blick über die weiten, meist bewaldeten Höhen des Frankenwaldes schweifen lassen. Der schmaler werdende Weg führt nun vorbei an landwirtschaftlich genutzten Flächen und Holzlagerplätzen, auf denen von den Wolfersgrüner Bürgern das Brennholz für die nächsten Wintermonate bevorratet wird. Über eine Ortsstraße gelangen wir zurück zum Ausgangspunkt der Wanderung in der Ortsmitte. Für die mitwandernden Kinder ist der Abenteuerspielplatz neben der Kirche ein lohnenswerter Abschluss.