Silberberg-Weg - RT 11

Start: Wanderparkplatz Leutnitztal in Wallenfels (358 m ü. NN)
Strecke: Wallenfels – Leutnitztal – Schmiedsgrund – Schutzhütte – Silberberg – Silberbergkapelle – Wallenfels
Länge: 4,5 km (Rundwanderweg)
Markierung: RT 11 / grün auf weißem Grund
Dauer: 1 Stunde
Schwierigkeit: leicht – mit schönen Ausblicken, gut für Familien geeignet
Differenz: 310 Höhenmeter

Beschreibung

Der in Geologenkreisen weithin bekannte Silberberg thront mit seinen 518 Höhenmetern am Eingang zum Tal der Wilden Rodach. Den klangvollen Namen erhielt der Berg von dem silberhaltigen Bleiglanz, der schon im Mittelalter hier abgebaut wurde. Mehrere Geotope erinnern an die bergbauliche Bedeutung des Silberberges.

Wir beginnen unsere kurze aber abwechselungsreiche Tour beim Wanderparkplatz Leutnitztal am westlichen Ortseingang von Wallenfels. Sie führt ein kurzes Stück in das Leutnitztal, einem der schönsten Seitentäler der Wilden Rodach. Schon nach etwa 300 Metern zweigt der Weg nach links in den Schmiedsgrund ab. Am rechten Berghang fällt ein gerodeter Hang ins Auge. Hier entwickelt sich ein naturbelassener Magerrasen, der als Ausgleichsfläche zum Bau der Umgehungsstraße im Jahr 2004 angelegt wurde. Auf dem freiliegenden Schiefergestein wachsen hier frankenwaldtypische Moose, Farne und Gräser. Nur etwa 100 Meter weiter liegt versteckt im Wald am rechten Wegrand ein aufgelassener Steinbruch. Fundamente von zahlreichen Wallenfelser Häusern aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts bestehen aus Bruchsteinen dieses Geotops.

Nach einem leichten aber gleichmäßigen Anstieg kommen wir zu einer Wegegabelung. Wir halten uns links in Richtung Silberberg. Auf der Höhe angelangt zieht sich der Weg flach entlang des Südhangs und eröffnet einen Postkartenblick auf die lang gezogen im Tal der Wilden Rodach liegende Flößerstadt Wallenfels. Wenige Hundert Meter weiter erreichen wir die Schutzhütte am Silberberg (E - 2 km, nicht bewirtschaftet, 466 m ü.NN). Wir befinden uns hier in einem Landschaftsschutzgebiet mit seltenen Pflanzen- und Baumarten.

In der Folge lichtet sich an mehreren Stellen der Fichtenwald und der Blick streift dann über die Höhen des nördlichen Frankenwaldes. Hier passieren wir in 515 m Höhe den höchsten Punkt der Wanderung. DieSilberbergkapelle, ein Holzbau aus dem 19. Jahrhundert, lädt alle Wanderer zu einem kurzen Halt ein. Von hier aus ist zudem ein kurzer Abstecher nach Steinwiesen (1 km) möglich. Nach der Kapelle geht es auf einer etwas steileren Gefällstrecke zurück zum Parkplatz.

Der durchgängig als Forstweg angelegte Rundwanderweg ist gut ausgebaut. Nach der Wanderung lohnt ein Abstecher zur nahe gelegenen Hammerschneidmühle, einem historischen Zeitzeugen der Holzverarbeitung früherer Jahrhunderte (vgl. Herrgottswinkel- Weg RT 13). Der Wanderparkplatz dient zugleich als Einstiegspunkt zum Radwegenetz des Oberen Rodachtales. Der Silberberg-Weg ist zudem eine ausgewiesene Strecke im DSV-Nordic-Walking-Zentrum Oberes Rodachtal sowie eine "3000-Schritte-Wanderung" im Rahmen der gleichnamigen Aktion der AOK Bayern.