Schnaider Plattenweg - DÖ 62

Start: Wanderparkplatz Mittlere Schnaid (573 m ü. NN)
Strecke: Schnaid – Voglerei – Kleinthiemitz - Schnappenhammer – Wellesbach – Schnaid – Berghaus - Vordere Schnaid
Länge: 12 km (Rundwanderweg)
Markierung: DÖ 62 / grün auf weißem Grund
Dauer: 3 - 4 Stunden
Schwierigkeit: mittelschwer
Differenz: 748 Höhenmeter

Beschreibung

Die Namensgebung dieses Rundwanderweges beruht auf dem im Volksmund so genannten Berg "Platte". Dieser ist eine 648 m hohe plateauähnliche Erhebung am Ende eines südwestwärts verlaufenden Bergkammes, der bei Geroldsgrün beginnt und von den Tälern der Flüsschen Lamitz und Thiemitz geformt wurde. Am Südosthang der Platte entstand im 16. Jahrhundert die Ortschaft Schnaid mit ihren Ortsteilen.

Der auch für den ungeübten Wanderer gut begehbare Weg startet am Wanderparkplatz in der Mittleren Schnaid bei der katholischen Kirche "Unbeflecktes Herzen Maria". Von dort laufen wir zunächst die Dorfstraße bergan, um bei der nächsten Möglichkeit rechts abzubiegen. Nach 300 m erreichen wir den hinteren Teil der Mittleren Schnaid, biegen nach dem ersten Haus links in den Wald ab und erreichen nach einer kurzen Steigung die kleine Ansiedlung Berghaus (höchster Punkt mit 632 m). Am Bolzplatz halten wir uns rechts und dann etwa 500 m entlang des Kammweges. Der Blick schweift hier hinüber bis zum Döbraberg (794 m). Ein naturbelassener Waldweg nach links lässt uns an dessen Ende auf den Schnaider Höhenweg (DÖ 63 - grün) treffen und diesem wiederum nach links folgen. Die beiden Wanderwege nehmen nun auf etwa 3 km Länge einen gemeinsamen Verlauf durch den Fichtenwald der Röhrenleite und biegen, bevor sich der Weg ins Tal neigt, wieder nach links ab. Auf diesem Teilstück eröffnen sich uns herrliche Ausblicke ins Lamitztal, nach Wellesberg und sogar bis zum Geuserberg bei Wallenfels. Am Holzlagerplatz "Plätzla" (E - 5,6 km) verlassen wir den Wald und es zei-gen sich uns dort die Dächer der Vorderen Schnaid, im Osten wiederum der Döbraberg sowie im Westen der Pressecker Knock (690 m).

Wir folgen einem naturbelassenen Pfad nach rechts, der kurz vor seinem Ende auf einen Wirtschaftsweg trifft. Ab hier halten wir uns immer links und gelangen so an die Straße von Schnaid nach Schnappenhammer. Dieser folgen wir etwa 100 m bergab und biegen noch in der Kurve nach rechts auf einen schmalen Steig im bewaldeten Hang ein. Dieser führt uns nach ungefähr 400 m ins vor wenigen Jahren renaturierte Lamitztal. Dort treffen wir auch auf die Straße nach Wolfersgrün, welcher wir nach links zum Ortsteil Schnappenhammer (E - 8,0 km) entlang gehen.

Der "Schnaider Plattenweg" bietet hier zwei Varianten: Wem der Sinn nach einer Brotzeit steht, der ist gut beraten, dem Weg nach rechts zu folgen und die ca. 1 km lange Schleife durchs Tal der Wilden Rodach zu gehen. Wir kommen am Floßteich vorbei von dem aus im Sommer für Touristen Floßfahrten nach Wallenfels veranstaltet werden. Parallel zur viel befahrenen Bundesstraße laufen wir ein kurzes Stück nach rechts und erreichen der Markierung folgend das als Gasthaus genutzte "Forsthaus Wellesbach", den früheren Sitz der Forstverwaltung. An der Einmündung nach Neuengrün queren wir zügig die B 173, um auf dem Radweg ostwärts wieder zurück nach Schnappenhammer zu gelangen.

An der Kreuzung nach Wolfersgrün gehen wir nun geradeaus und durchqueren Schnappenhammer in RichtungKleinthiemitz. Wir bleiben auf der Straße, die hier wenig befahren ist, bis zur Kreuzung an der "Bamberger Brücke" (E - 10,4 km). Diese wurde im Jahre 1773 erbaut und zeigt auf der Südseite das Wappen des Erzbistums Bamberg und gegenüber das der Markgrafschaft Bayreuth/Kulmbach. Wir queren die steinerne Brücke und gehen wenige hundert Meter weiter durch den Fichtenforst zurück nach Kleinthiemitz. Am Ortsrand halten wir uns rechts und wandern durch stille Hangwälder leicht ansteigend bis zur "Voglerei". Diese Ansiedlung beherbergt den Schnaider Friedhof und eine sehenswerte Kapelle.

Die Kapelle "Maria Himmelfahrt" ist 1838 errichtet worden und wurde bis zum Bau der neuen Kirche um 1950 für die Gottesdienste der Gemeinde genutzt. Im Jahre 2003 wurde dieses Kleinod komplett renoviert. Der Altar und die Marienstatue sind der Wallfahrtskirche in Marienweiher nachempfunden.

Der schmalen Straße bergauf folgend erreichen wir schließlich wieder unseren Ausgangspunkt am Wanderparkplatz in der Mittleren Schnaid.