Schnaider Höhenweg - DÖ 63

Start: Wanderparkplatz Mittlere Schnaid (573 m ü. NN)
Strecke: Schnaid – Berghaus – Lamitzleite – Schloßberg – Großvater – Lorchenmühle - Schnaid
Länge: 18 km (Rundwanderweg, Kurzvariante mit 9 km möglich)
Markierung: DÖ 63 / grün auf weißem Grund
Dauer: 5 - 6 Stunden
Schwierigkeit: schwer, für Wanderer mit guter Kondition
Differenz: 1320 Höhenmeter

Beschreibung

Der Name dieses anspruchsvollen Rundwanderweges liegt begründet in seinem Verlauf entlang eines Höhenzuges, der bei Geroldsgrün beginnt und sich in südwestliche Richtung erstreckt, bis er - von den Flüsschen Lamitz und Thiemitz geformt - sein Ende im Tal der Wilden Rodach findet. Ausgangspunkt ist die Schnaid, ein für die Gegend typisches Bergdorf, auf einer gerodeten Hochfläche gelegen mit weiten Blicken in den Frankenwald hinein. Der Weg verläuft links und rechts des Kammes und führt von etwa 700 m ü.NN. bis in die Wiesentäler von Lamitz und Thiemitz auf etwa 500 Höhenmetern.

Vom Wanderparkplatz an der katholischen Kirche "Unbeflecktes Herzen Maria" in der Mittleren Schnaidlaufen wir zuerst auf der Dorfstraße, rechts an der Kirche vorbei bergauf bis zum "Schwamma", einem Aussichtspunkt, der den Blick auf Gemeinreuth und den Döbraberg frei gibt. Von hier aus halten wir uns rechts, Richtung Berghaus, wo wir nicht in die kleine Ortschaft hinein gehen, sondern zweimal nach links abbiegen um durch Fichtenwälder und an Lichtungen vorbei zum "Plätzla" oberhalb der Vorderen Schnaid zu gelangen. Dieser Ort diente früher als Holzlagerplatz und bietet ine herrliche Aussicht bis hinüber nach Presseck sowie ins Rodachtal.

Mit der Vorderen Schnaid im Rücken folgen wir in nördliche Richtung dem geschotterten Forstweg, der sich mit dem Schnaider Plattenweg (DÖ 62 - grün) deckt. Dem Wanderer wird von der Röhrenleite aus ein Panoramablick nach Wellesberg und ins Lamitztal geboten. Hier halten wir uns immer rechts und folgen dabei einem gut ausgebauten Forstweg bis wir eine Kreuzung auf dem Bergrücken erreichen und wahlweise die Abkürzung (9 km Länge) geradewegs ins Thiemitztal nehmen oder auf dem Hauptweg nach links abbiegen. Nach weiteren 350 Metern halten wir uns wiederum links. Der Pfad entlang der ehemaligen Grenze zwischen dem Erzbistum Bamberg und der Markgrafschaft Bayreuth/Kulmbach (heute Grenze zwischen den Landkreisen Kronach und Hof) lässt uns auf fünf alte Grenzsteine (E - 6,0 km) aus dem 18. Jahrhundert treffen. Der weitere Verlauf des Weges führt uns durch dichte Wälder abwärts in den oberen Talgrund der Lamitz. An der Brücke im Tal lohnt ein kurzer Abstecher (300 m) nach links zum nahen Floßteich, von dessen Damm aus sich ein herrlicher Blick ins stille Lamitztal eröffnet. Mit etwas Glück können wir bei diesem Biotop den seltenen Schwarzstorch beobachten.

Der eigentliche Weg führt nach rechts, wo er sich kurz darauf mit dem europäischen Fernwanderweg E 3+6vereint. Nun säumen Buchenwälder den Aufstieg zur Ruine des "Burgstall Hohenrod" auf dem Gipfel des Schloßberges (E - 9,2 km), der ebenfalls einen Abstecher wert ist. Weiter auf E 3+6 führt der Weg abermals auf den Bergkamm (höchster Punkt der Wanderung mit 697 Höhenmetern); dieser wird gequert und ein naturbelassener Pfad führt nun zum "Großvater" (E - 10,4 km), einer alten Weißtanne, die 1918 im Alter von 350 Jahren durch einen Sturm gefällt wurde. Sie war einer der letzten Baumriesen des Frankenwaldes. EineUnterstellhütte bietet dem Wanderer Schutz und lädt zu einer Rast ein.

Von der Wegspinne aus laufen wir auf gut ausgebauten Wegen nach rechts in westliche Richtung und kommen nach ca. 2,5 km an einer Waldhütte vorbei. An der folgenden Gabelung halten wir uns rechts und nach etwa 700 m nach links, um den Talgrund hinab zu steigen (hier trifft die Abkürzung wieder auf den Hauptweg). An der Straße nach Schnaid folgen wir dieser links hinunter ins Thiemitztal. Bei der Gaststätte Lorchenmühle (E - 15,7 km) führt der Weg rechts im spitzen Winkel ein steiles aber kurzes Stück wieder bergauf. Über einen Forstweg nach links gelangen wir zur idyllisch gelegenen Teichhütte (E - 17,5 km) des Frankenwaldvereins,. Der Anstieg in die Mittlere Schnaid ist nur ein kurzer und den erschöpften Wanderer erwarten vor dem Ende der Wanderung mehrere Einkehrmöglichkeiten.