Leutnitztal-Weg - RT 12

Start: Wanderparkplatz Leutnitztal in Wallenfels (358 m ü. NN)
Strecke: Wallenfels – Schindeltal – Neuengrün – Wallenfels
Länge: 11,5 km (Rundwanderweg)
Markierung: RT 12 / grün auf weißem Grund
Dauer: 3 - 4 Stunden
Schwierigkeit: mittelschwer, festes Schuhwerk erforderlich
Differenz: 590 Höhenmeter

Beschreibung

Unser Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz Leutnitztal am westlichen Ortseingang von Wallenfels. Der Weg führt uns geradeaus in eines der schönsten Frankenwaldtäler. Fernab von jeglichem Straßenverkehr kann der Wanderer die Stille und Urwüchsigkeit des Talgrundes genießen. Kontrastreich zeigt sich die Wanderstrecke im Mittelteil auf der Neuengrüner Höhe, wo herrliche Ausblicke über die bewaldeten Höhen des Frankenwaldes möglich sind. Die Route empfiehlt sich insbesondere für Wanderer, die die Ruhe und Abgeschiedenheit schätzen. Wer gerne Heilkräuter, Beeren oder Pilze sammelt, findet im Tal viele Früchte der Natur.

Bereits am Eingang zum Leutnitztal wachsen am linken Berghang auf einem als Ausgleichsfläche angelegten Magerrasen frankenwaldtypische Moose, Farne und Gräser. Deutlich ist zu spüren, wie sich die Natur die von Menschenhand angelegte Brachfläche zurück erobert. Der flach verlaufende Talweg begleitet das kleine Flüsschen Leutnitz, das von teils sumpfigen Wiesen umsäumt wird. Mit etwas Glück und Geduld kann man im kristallklaren Flusslauf kleine Bachforellen entdecken. Vorbei an mehreren idyllischen Teichanlagen führt der Weg nun leicht ansteigend durch dicht bewaldetes Forstgebiet bis zum Weiler Schindelthal (E - 3,5 km). Parallel mit dem Nortwaldweg (N - blau) und dem Wallenfelser Höhenweg (6 - blau) geht es von hier in nördliche Richtung weiter. Entlang von Bergwiesen und Ackerflächen kommen wir zur Abzweigung nach Neuengrün (E - 5 km). Den Ort erreichen wir von der markierten Strecke aus auf einem etwa 500 Meter langen Feldweg. Der Abstecher lohnt, handelt es sich doch um ein vielfach prämiertes Rundangerdorf auf den Höhen des Frankenwaldes, in dem die historische Siedlungsstruktur erhalten geblieben ist. Landwirtschaftliche Flächen liegen radial angeordnet unmittelbar hinter den jeweiligen Bauernhöfen. Herrliche Ausblicke vom mit 605 m ü.NN gelegenen höchsten Punkt der Wanderung entschädigen für die Mühen des Wanderers. Gut zu erkennen ist der Aussichtsturm von Birnbaum und die Ortschaft Nurn, oberhalb der Ködeltalsperre. Mehrere Martern und Wegekreuze erinnern in diesem Bereich an historische Ereignisse.

Im weiteren Verlauf geht es über Forstwege und einen schmalen Wandersteig bergab in das von Fichten geprägte Tal der Wilden Leutnitz. Der idyllische Flusslauf schlängelt sich auf etwa zwei Kilometern in zahllosen Windungen bis zur Einmündung in die Leutnitz. Ausgespülte Tümpel und zerklüftete Ufersäume zeugen von der Kraft dieses kleinen Baches. Vorher biegen wir aber nach rechts zum Froschberg ab. Von dessen Ringweg genießt man ideale Ausblicke ins Leutnitztal und hinüber zum Allerswald. Ein gut ausgebauter Forstweg führt uns zurück zum Ausgangspunkt. Im Ortsteil Hammer lädt die Wasser getriebene Hammerschneidmühle aus dem 16. Jahrhundert zu einem Besuch ein.