Forsthaus-Weg - RT 15

Start: Wanderparkplatz Flößerhaus in Wallenfels (380 m ü. NN)
Strecke: Flößerhaus – Promenadenweg entlang der Wilden Rodach – Forsthaus – Allerswald - Flößerhaus
Länge: 3,5 km (Rundwanderweg)
Markierung: RT 15 / grün auf weißem Grund
Dauer: 1,5 Stunden
Schwierigkeit: leicht, gut für Kinder geeignet
Differenz: 213 Höhenmeter

Beschreibung

Wir beginnen unsere Wanderung am Flößerhaus und laufen in westliche Richtung parallel zur Wilden Rodach. Nach wenigen Metern stoßen wir auf das Gemeindewehr, das als so genanntes "Nadelwehr" den Flößern zum Aufstauen des Flusslaufes dient. Von hier aus wurde bis in die siebziger Jahre der Mühlbach zur ehemaligen Gemeindeschneidmühle abgeleitet. Auf dem geteerten Promenadenweg, der sich u.a. mit dem Flößerweg(Floßhaken - grün) deckt, setzen wir unseren Weg fort. Mit etwas Glück können wir am Uferrand das geschäftige Treiben der dort angesiedelten Wildentenfamilien beobachten. Hier werden auch die ersten Zeichen der Flussbegradigung aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts sichtbar. Künstlich angelegte Ufermauern und die Brücke am ehemaligen Angerwehr zeugen von der notwendigen Absicherung der Ortschaft vor Hochwassergefahren. Gleichzeitig sollten damit aber auch der Flößerei, dem damaligen Haupterwerbszweig der Wallenfelser, optimale Transportwege geschaffen werden. Sichtbarstes Zeichen ist die Obere Schleuse, die im Jahr 1915 mit einer für die damalige Zeit außergewöhnlichen Betonbautechnik und einer filigranen Eisenbrücke errichtet wurde. Das technische Schaudenkmal verfügt über einen mechanischen Segmentverschluss über die ganze Flussbreite sowie eine langgezogene Floßgasse. Ganz in der Nähe lädt ein Kinderspielplatz zum Toben ein.

Dem nunmehr kanalartigen Flusslauf folgend kommen wir nach wenigen Metern links an die Abzweigung zum ehemaligen Forsthaus (E - 1 km). Das Gebäude wurde um die Jahrhundertwende errichtet und beherbergte bis 1973 das staatliche Forstamt. Heute wird es von der Universität Bayreuth als Ökologische Außenstelle genutzt. Der Abstecher (200 m) lohnt sich, ermöglicht er doch einen herrlichen Blick auf die katholische Pfarrkirche St. Thomas und den terrassenförmig angelegten Bergfriedhof.

Auf der Straße Am Allerswald setzen wir unsere Wanderung fort und kommen am Gasthaus Sommerkeller mit der stillgelegten Mälzerei vorbei. Von dort sind es nur wenige Schritte zur Unteren Schleuse der Wilden Rodach, die ebenfalls 1915 errichtet wurde und über die mit 75 Metern längste Floßgasse des Frankenwaldes verfügt. Der Fluss überwindet hier auf kurzer Strecke einen Höhenunterschied von drei Metern. Unmittelbar daneben steht das prachtvolle Wohnhaus der früheren Floßherrenfamilie Müller-Caspar-Sohn. Über den leicht ansteigenden Weg durch das Wohngebiet Am Allerswald kommen wir auf einen am Hang entlang führenden Schotterweg, Von hier aus genießen wir einen herrlichen Ausblick über die Dächer von Wallenfels in das lang gezogene Tal der Wilden Rodach. Der vorbeifahrende Verkehr auf der darunter liegenden Bundesstraße stört kaum. Nach etwa einem Kilometer zweigt der Weg rechts in ein Waldstück am Nordhang des Allerswaldes ab.

Auf dem weichen Waldboden laufend kann der Wanderer die Natur genießen und kommt nach etwa 400 Metern zurück zu einem befestigten Forstweg. Über diesen etwas steil abfallenden Schotterweg gelangen wir zum Wanderparkplatz am Flößerhaus in Wallenfels, dem Ausgangspunkt der Tour. Beim dortigen Flößerkeller lädt ein Rastplatz zu einer Brotzeit ein. Interessierte können sich an der dortigen Schautafel über die Flößerei informieren (siehe: www.wallenfels.de).