Floßländen-Weg - 54

Start: Wanderparkplatz Flößerhaus in Wallenfels (380 m ü. NN)
Strecke: Wallenfels– Haid – Reichenbach – Köstenschmölz – Wallenfels
Länge: 10 km (Rundwanderweg)
Markierung: Nr. 54 / blau auf weißem Grund
Dauer: 3 Stunden
Schwierigkeit: mittelschwer
Differenz: 307 Höhenmeter

Beschreibung

Die Wanderung beginnt am Flößerhaus, dem Endpunkt des in Schnappenhammer beginnenden Schauflößens. In südlicher Richtung wandern wir unter der Straßenbrücke hindurch auf gut ausgebauten Waldwegen zunächst 1,5 km ansteigend in Richtung Haid. Kurz vor der Anhöhe kommen wir beim Wegkreuz der "Göttlich` Hilf"vorbei, an dem auch die Wallfahrer nach Marienweiher gerne eine Rast einlegen und beim Gebet verweilen.

Das 1952 errichtete, 3,60 m hohe und 2,40 m breite Flurdenkmal gehört der Sägewerksfamilie Müller-Zeiner. Es geht auf das Jahr 1852 zurück und erinnert an ein Unglück an dieser Stelle. Es ist ein seltenes, so genanntes "Volto-Santo-Kreuz" (= heiliges Antlitz, heilige Gestalt). Die 1,60 m große geschnitzte und bemalte Christusfigur steht am Kreuz auf einer Konsole und trägt ein langes, blaues Kleid mit Sternen und eine Krone. Diese Darstellung als Flurdenkmal ist einmalig in ganz Deutschland.

Wir wandern durch die Flur hinüber zum kleinen Weiler Haid (E - 2 km) und von dort auf der Verbindungsstraße in Richtung Reichenbach. Ein kurzer Abstecher zum unmittelbar am Frankenweg (F - weiß/rot) gelegenen Aussichtspunkt "Höhe Haid" (635 m über NN) lohnt sich, genießen wir doch dort eine phantastische Rundumsicht bis zum Schneeberg im Fichtelgebirge, dem mit 1051 Metern höchsten Berg Frankens. Wir befinden uns dabei selbst am höchsten Punkt der Wanderung. Danach wandern wir mit dem Frankenweg zurück und folgen der Verbindungsstraße rechts nach Reichenbach. Kurz vor dem Ort steht das 1,20 m große, gepflegte und von Familie Hildner im Jahr 1913 gestiftete Kreuz.

In der Ortsmitte von Reichenbach (E - 3 km) gehen wir auf Höhe der Bushaltestelle einen Feldweg nach links, wo uns auf der Anhöhe ein wunderbarer Weitblick empfängt. Er begleitet uns, wenn wir am Wildgehegeentlang leicht abwärts, dann links haltend, durch die Fluren zum Beginn eines weiten Waldgebietes laufen. Beeindruckend sind die lauten Rufe der edlen Hirsche, die zum Teil prächtige Geweihe als Kopfschmuck tragen.

Wenn wir dann rechts abknickend abwärts gehen, dürfen wir uns über einen Blick hinüber zum gegenüber liegenden Talhang mit der Ortschaft Köstenberg freuen.

Auf Waldwegen wandern wir stetig bergab in Richtung Lambach weiter. Zwischendurch weist ein Hinweisschild auf den idyllisch gelegenen Weiler Köstenschmölz hin, der über einen etwa 300 Meter talwärts führenden Steig gut zu erreichen ist.

Im FWV-Wanderheim Köstenschmölz (E - 5 km) bestehen Übernachtungsmöglichkeiten (Gasthaus Degelmann, Tel. 09262/974515 oder Frankenwaldverein Naila, Tel. 09282-3646). Vor der Gebietsreform gehörten die damals vier Häuser im engen Tal des Köstenbaches zu drei Gemeinden und zu zwei Landkreisen.

Über den Steig hinter dem Wanderheim geht es zurück zum markierten Floßländen-Weg. Durch ein abwechslungsreiches Waldgebiet führt der Weg immer leicht bergab bis wir an der Straße auf einen kleinen Parkplatz am Eingang zum Lambachtal stoßen. Wir folgen nun dem Flößerweg (Floßhaken - grün) und dem parallel verlaufenden Nortwaldweg (N - blau) nach links durch den Wallenfelser Forst. Oberhalb des Steilhangs der "Schwarzen Wand" fällt der Blick in das Tal der Wilden Rodach. Vorbei an mächtigen teils über Hundert Jahre alten Tannen und Fichten erreichen wir schließlich die Floßlände der traditionsreichen FlößerstadtWallenfels (E - 5 km). Mit etwas Glück können wir einige der Flößer antreffen und diese beim Bau von neuen Floßkuppeln beobachten.