Der Flößerweg

Anknüpfend an die jahrhundertealte Tradition der Flößer wurde der insgesamt 53 Kilometer lange Flößerweg entlang des Flusses Rodach geschaffen. Die Etappenwanderung kann sowohl von der Quelle der "Wilden Rodach" bei Rauhenberg, als auch vom Ursprung der "Zahmen Rodach" in Rodacherbrunn/Thüringen begonnen werden. Beide Routen vereinigen sich bei Erlabrück zur Rodach und der Flößerweg folgt dem Flusslauf bis Hochstadt am Main.

Der Flößerweg zeigt die Vielfältigkeit des Frankenwaldes auf und gibt einen Einblick in das oftmals harte und entbehrungsreiche Leben der Flößer. Die Erhaltung deren Tradition wird in mehreren Floßvereinen gepflegt. Insbesondere sind die sommerlichen Floßfahrten für Touristen auf der Wilden Rodach bei Wallenfels ein besonderer Spaß. Weitere Infos hierzu finden Sie unter www.wallenfels.de.

Die Markierung des Flößerweges ist durchgängig mit einem grünen Floßhaken auf weißem Grund. Zahlreiche Schautafeln begleiten den Wegeverlauf. Wir empfehlen unseren Hol- und Bringservice bzw. den öffentlichen Personennahverkehr, die die Etappenwanderung erleichtern. Einkehrmöglichkeiten in Gasthäusern mit frankenwaldtypischer Küche sind entlang des Weges ausreichend vorhanden.

Das Wanderzentrum Wallenfels wird entlang der Wilden Rodach vom Flößerweg tangiert. Die folgende Tourenbeschreibung soll Ihnen die etappenweise Planung erleichtern:

  • Von der Quelle der Wilden Rodach bis Wallenfels: 20 km
  • Von Wallenfels durch das Rodachtal nach Kronach: 15 km
  • Von Kronach zur Mündung in den Main bei Hochstadt: 18 km
Etappe: Von der Quelle der Wilden Rodach bis Wallenfels - 20 km
Strecke: Rauhenberg bei Döbra - Bischofsmühle – Löhmarmühle – Elbersreuth – Köstenberg – Schübelhammer – Schnappenhammer - Wallenfels
Länge: 20 km
Dauer: 6 - 7 Stunden
Schwierigkeit: mittelschwer

Die Wanderung beginnt in Rauhenberg bei Döbra, Landkreis Hof. Wir gehen wenige Meter auf der Straße nach rechts und gelangen so zum Quellgebiet der Wilden Rodach. Dort folgen wir dem Weg talwärts zur Bischofsmühle. Die Mühlentradition geht bereits auf das Jahr 1551 zurück, als Lorenz Bischoff durch Kaiser Karl V. die Erlaubnis zum Bau einer Mühle erhielt. Der nahe gelegene Stauteich diente schon in frühen Zeiten zur Wasserregulierung der Flößerei. Am Eisenbachtal führt der Weg abwärts an der Dorschenmühle vorbei zur Rauschenhammermühle. 1493 bestand hier ein Eisenhammer und 1573 ist eine Mahl- und Schneidmühle urkundlich erwähnt. Heute bestimmt ein modernes Holzwerk den Talbereich unterhalb von Schwarzenstein. Am Rodachrangen entlang gehen wir bis kurz vor die Löhmarmühle, dann aufwärts über Wustuben nach Elbersreuth. Wir folgen dem Weg nach rechts in Richtung Köstenhof und unterhalb des Steinbruchs abwärts nach Schübelhammer. Kurz vor dem Gasthof "Fels" leitet uns die Markierung auf einen naturbelassenen Pfad entlang des linken Flussufers der Wilden Rodach in Richtung Wallenfels. Es ergeben sich immer wieder schöne Ausblicke in das Rodachtal, hinüber nach Bernstein, ins Thiemitztal und nach Schnappenhammer, dem Ausgangspunkt der alljährlich im Sommer stattfindenden Floßfahrten. Auf der gut ausgebauten Forststraße folgen wir der Markierung, queren die Ortsverbindungsstraße nach Presseck und kommen nun durch das Forstgebiet an der "Schwarzen Wand" zum Wanderparkplatz am Flößerhaus in Wallenfels.

Etappe: Von Wallenfels durch das Rodachtal nach Kronach - 15 km
Strecke: Wallenfels - Erlabrück – Zeyern – Marktrodach – Höfles – Kronach
Länge: 15 km
Dauer: 3 Stunden
Schwierigkeit: leicht

Vom Wanderparkplatz am Flößerhaus führt der Flößerweg an der linken Talseite entlang in westliche Richtung. Sehenswert sind die Schleusenanlagen mit ihren imposanten Floßgassen und die historische Hammermühle, die nach Terminvereinbarung auch besichtigt werden kann. Von Hammer aus ist es vorbei am Weiler Forstloh nur noch ein kurzes Stück bis Erlabrück, wo die Wilde Rodach in die Rodach fließt. Hier vereinigt sich der Flößerweg mit der aus Rodacherbrunn/Thüringen kommenden Route.

Ein gut ausgebauter Forstweg am Wald entlang bringt uns zur Buchschneidmühle und zur Zigeunermühle kurz vor dem Ort Zeyern. Wir verlassen nun den waldgeprägten tief eingeschnittenen Teil des Rodachtales und die Landschaft gibt weite Blicke frei. Vorbei an der Wöhrleinsmühle laufen wir auf einem Wiesenweg entlang der Rodach zum Flößerort Marktrodach. Ein Muss für jeden geschichtsinteressierten Wanderer ist das Flößermuseum (Öffnungszeiten siehe www.marktrodach.de) mitten im Ort. Wir folgen dem Wegeverlauf nach Höfles und Vogtendorf zur Gänsmühle am südlichen Stadtrand von Kronach. Die Lucas-Cranach-Stadt wird überragt von der Festung Rosenberg und besitzt eine sehenswerte historische Altstadt. Unsere heutige Etappe endet am Zusammenfluss der drei Frankenwaldgewässer Rodach, Haßlach und Kronach. Über das gepflegte Areal der Landesgartenschau gelangt man zum Abstecher in die Stadtmitte.

Etappe: Von Kronach zur Mündung in den Main bei Hochstadt - 18 km
Strecke: Kronach – Neuses – Hummendorf – Küps – Oberlangenstadt – Nagel – Redwitz - Marktzeuln - Hochstadt
Länge: 18 km
Dauer: 5 Stunden
Schwierigkeit: leicht

Weiter geht es von Kronach zum traditionsreichen Flößerort Neuses mit der Zollschere bis zur Hummendorfer Brücke; von dort weiter nach Küps und Oberlangenstadt. Sehenswert sind hier die gut erhaltenen Schlossanlagen. Der kleine Ort Nagel besitzt neben einem Jagdschloss einen herrlich gelegenen Golfplatz am Hang des Kümmelberges (398 m). Über Redwitz, die Steinach entlang, geht es auf einem Waldweg zur Höhe mit Abstecher zum Graitzer Spitzberg (herrlicher Blick auf das Obere Maintal, das Coburger Land und den Frankenwald) und weiter nach Marktzeuln. Durch das Graitzer Tor laufen wir nach links zur Rodach. Auf Feld- und Wiesenwegen (mit Blick auf Marktzeuln, auf die Fränkische Jura mit dem Kordigast und auf Scheßlitz) gelangen wir schließlich zur Rodachmündung bei Hochstadt am Main.

Eine ausführliche Beschreibung des Flößerweges finden Sie unter:

www.frankenwaldverein.de